Peter Tschentscher & Andreas Dressel in Volksdorf

Am Samstag den 19.01.2025 ab 10:30 Uhr war Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher am Wochenmarkt in den Kattjahren in Volksdorf. Lesen Sie mehr hier.

Volksdorf – Im Rahmen des Wahlkampfs zur vorgezogenen Bundestagswahl sowie der darauffolgenden Hamburger Bürgerschaftswahl sind Hamburgs 1. Bürgermeister Peter Tschentscher und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel am Samstagvormittag zum Wochenmarktrundgang in Volksdorf im Bezirk Hamburg-Wandsbek gewesen.

Neben den Parteien (unweit hatte die AfD einen Infostand) und Passanten sind außerdem Presse und Polizei vor Ort gewesen. Bürgermeister sowie Finanzsenator haben an alle Verkäuferinnen und Verkäufer Rosen verteilt.

Empfangen wurde der Bürgermeister jedoch von einer Klasse der Stadtteilschule Walddörfer, die für ihre Mitschülerin Chanelia protestiert haben.

Es folgt ein Interview mit dem Finanzsenator sowie weitere Informationen zum Fall Chanelia.

Protest für Chanelia

Chanelia ist eine Schülerin der Stadtteilschule Walddörfer. Sie besucht die Klasse 5c von Frau Wachsmuth. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler haben öffentlich dafür protestiert, dass die verordnete Abschiebung von Chanelia verhindert werden soll und den Hamburger Bürgermeister empfangen, um ihm ihr Anliegen persönlich mitzuteilen.

Tschentscher äußerte sich zunächst folgendermaßen, dass er pauschal keine Aussage zu diesem spezifischen Fall treffen könne, ohne ihn genaustens zu kennen. Er verwies auf die Beschlussgrundsätze, dass für Menschen, denen in ihrem Herkunftsland keine Gefahr drohen oder welche straffällig wären, eine Abschiebung gerechtfertigt wäre. Dies erwiderte die Klassenlehrerin Frau Wachsmuth damit, dass Kinder nicht straffällig seien. Tschentscher möchte sich diesen speziellen Fall nochmals untersuchen (siehe Video unten).

Die elfjährige Chanelia ist in Deutschland geboren und gilt als staatenlos. Ihre Mutter hat die mazedonische Staatsangehörigkeit. Ihr volljähriger Bruder, welcher auch vor Ort war, besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.  Chanelias Aufenthaltsstatus ist an den ihrer Mutter gekoppelt, welche zum 16.01.2025 einen Ausreisetitel erhalten hat.

Zu diesem Fall befragte ich auch die vor Ort anwesende AfD, die mit dem ihrem Vorstandsbeisitzer für die Hamburger Fraktion, Eckbert Sachse (Listenplatz 10), vertreten war. Dieser schloss sich der Position von Bürgermeister Tschentscher an. Zudem betonte nochmal das deutsche Recht, welches mit der Geburt keine Staatsangehörigkeit vergibt.

Müssen wir dieses Recht überdenken? Zeigt der Besuch einer deutschen Schule nicht die Leistungsbereitschaft für dieses Land? Müssen staatenlose Kinder anders geschützt werden? Ich bleibe an diesem Fall dran.

Sollten Sie interessiert daran sein, die Kampagne für Chanelia zu unterstützen, können Sie unter diesem Link die entsprechende Petition unterschreiben.